Kooperatives Lernen und Schulentwicklung
Alle Lehrerinnen und Lehrer, die begannen, mit kooperativen Lernformen zu arbeiten, veränderten mit der Zeit ihr Verständnis von Schule und Verantwortlichkeit für soziale und fachliche Lernprozesse. Aus Einzelkämpfern wurden Lehrerinnen und Lehrer, die gemeinsam an Veränderungen arbeiteten, sich gegenseitig berieten, stützten und miteinander ihre Arbeit reflektierten.
Eine bedeutende Rolle spielten hier auch die Schulleiterinnen und Schulleiter, die ihre Kollegien auf Seminare aufmerksam machten, die Lehrerinnen und Lehrer in ihren Bemühungen unterstützten und ihnen Freiräume und Ressourcen zur Durchführung gaben.
Schulen wurden zu lernenden Organisationen.
Peter Senge formuliert in seinem Buch "Die fünfte Disziplin" (1990) seine Vorstellung einer lernenden Organisationsform folgendermaßen: eine Organisation, "...in der Menschen beständig ihre Fähigkeiten, die Ergebnisse zu erreichen, die sie sich wünschen, erweitern; wo kollektive Bestrebungen freigesetzt werden und wo Menschen kontinuierlich lernen zusammenzuarbeiten"
Kooperatives Lernen findet nicht nur im Klassenraum statt, sondern in der ganzen Schule. An vielen Schulen erweiterte sich diese Arbeitsform bis in die Elternarbeit hinein. Konferenzen werden anders - und effektiver - gestaltet, mehr Leute werden aktiv einbezogen.