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Kooperatives Lernen

Kooperatives Lernen und Demokratie lernen

Schülerinnen und Schüler werden heutzutage mit einer Vielzahl von Kontroversen und Problemen konfrontiert. Häufig fehlen ihnen die Fähigkeiten damit umzugehen, sich kritisch mit den Fragestellungen auseinander zu setzen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Demokratische Gesellschaften sind jedoch auf informierte und kritische Bürger angewiesen.

Im sozialen Bereich fehlt häufig die Kenntnis der Grundregeln des Zusammenlebens oder die Fähigkeiten zur Einhaltung demokratischer Regeln sind nicht hinreichend ausgebildet.

Die Aufgabe von Schule ist es, das Wissen um demokratische Systeme und deren Spielregeln beizubringen. Sie muss den Schülern Kenntnisse zum Weltverständnis vermitteln und sie befähigen, ihre eigenen Bedürfnisse und die anderer wahrzunehmen, im Blick auf deren Befriedigung zu Kompromissen zu gelangen, miteinander zu arbeiten, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und ihre eigene Meinung sozial verträglich zu vertreten.

Kooperative Lernformen können hierzu in hohem Maße beitragen. Eine Vielzahl der genannten Fähigkeiten wird bei der Auseinandersetzung mit unterrichtlichen Inhalten eingeübt und damit allmählich verinnerlicht.

Kooperatives Lernen zielt sowohl auf die Entwicklung einer kooperativen Handlungskompetenz wie auch auf eine entwickelte kooperative Schulkultur.


Mehr zum Kooperativen Lernen auf Norm Green's Seiten

Kooperatives Lernen und Schulentwicklung

Alle Lehrerinnen und Lehrer, die begannen, mit kooperativen Lernformen zu arbeiten, veränderten mit der Zeit ihr Verständnis von Schule und Verantwortlichkeit für soziale und fachliche Lernprozesse. Aus Einzelkämpfern wurden Lehrerinnen und Lehrer, die gemeinsam an Veränderungen arbeiteten, sich gegenseitig berieten, stützten und miteinander ihre Arbeit reflektierten.

Eine bedeutende Rolle spielten hier auch die Schulleiterinnen und Schulleiter, die ihre Kollegien auf Seminare aufmerksam machten, die Lehrerinnen und Lehrer in ihren Bemühungen unterstützten und ihnen Freiräume und Ressourcen zur Durchführung gaben.

Schulen wurden zu lernenden Organisationen.

Peter Senge formuliert in seinem Buch "Die fünfte Disziplin" (1990) seine Vorstellung einer lernenden Organisationsform folgendermaßen: eine Organisation, "...in der Menschen beständig ihre Fähigkeiten, die Ergebnisse zu erreichen, die sie sich wünschen, erweitern; wo kollektive Bestrebungen freigesetzt werden und wo Menschen kontinuierlich lernen zusammenzuarbeiten"

Kooperatives Lernen findet nicht nur im Klassenraum statt, sondern in der ganzen Schule. An vielen Schulen erweiterte sich diese Arbeitsform bis in die Elternarbeit hinein. Konferenzen werden anders - und effektiver - gestaltet, mehr Leute werden aktiv einbezogen.