Lernen und Stress |
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Diese Informationen basieren auf einem Vortrag von Prof. Dr. Dr. M. Spitzer während der Sommerakademie 2000 des Landesinstituts für Schule und Weiterbildung. |
Der Hippocampus hat nicht nur die Aufgabe, Informationen und Eindrücke kurzfristig zu speichern und im Schlaf an den Kortex weiter zu leiten. Er ist auch dafür zuständig, dass Stresshormone im Körper reduziert werden, um Dauerstress zu vermeiden. Experimente mit Ratten haben jedoch gezeigt, dass Stress im Säuglingsalter den Hippocampus schädigt und seine Funktionsfähigkeit erheblich reduziert. Somit wird durch frühkindlichen Stress ein Teufelskreis in Gang gesetzt: Stresshormone werden nicht mehr hinreichend reduziert, dadurch entsteht Stress, der wiederum den Hippocampus zerstört. |
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| Es zeigt sich aber auch, dass Stress Lernen fördert. |
Gerald Hüther, Professor für neorobiologische Grundlagenforschung an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Göttingen, sieht Liebe und das Gefühl der Grund-Geborgenheit als Voraussetzung für den angemessenen Umgang mit Stress und Angst. Diese Bindung und Geborgenheit muss in den ersten drei Lebensjahren gewährleistet sein. Problematisch ist nach Ansicht des Kinder- und Jugendpsychiaters Karl-Heinz Brisch in diesem Zusammenhang Sprunghaftigkeit von Müttern und emotionale Unberechenbarkeit, die sich in abrupten Wechseln zwischen kalter Ablehnung und intensiver Zuwendung zeigt. Überbehütung ist ein weiteres Problem, da das richtige Maß von Nähe und Distanz nicht gefunden wird. |
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