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Checkliste für den Ablauf von Beratungsgesprächen

Quelle:
Thomas Gödde,
Regionale Schulberatungsstelle für den Hochsauerlandkreis

Planung und Gesprächsablauf

Eine erweiterte, auf den Unterscheidungen von Alexander Redlich basierende Zusammenstellung von Thomas Gödde


Planung - äußerer Rahmen

  • Ort
    Eigener Raum? Zugang zum Raum von anderen einsehbar?
  • Zeit
    Eigene Zeitplanung, genug Energie für Gespräch?
  • Dauer
    Ausreichend Zeit? Pufferzeit für evtl. "Komplikationen"?
  • Mögliche Störquellen
    Telefonklingeln? Störungen durch andere Lehrer/Schüler?
  • Atmosphäre
    Ausstattung des Raums? Sitzmöglichkeiten? kleiner Tisch?
  • Dokumentation
    Wann und wie dokumentiere ich? Während oder nach Gespräch (Zeit!)
  • Sitzordnung
    Sitzordnung über Eck
  • Inhaltliche Planung
    Erstgespräch? Mögliche Ziele und inhaltliche Schwerpunkte des Gesprächs? Gab es "Hausaufgaben"?
  • Stolpersteine
    Was muss ich tun, damit dieser Klient garantiert nicht wiederkommt?
    Aus welchem Grund könnte dieser Klient Angst vor dem Gespräch haben, obwohl ich mich um eine vertrauensvolle Atmosphäre bemühe?

Gesprächsablauf

  • Begrüßung
    Türöffner verwenden und dem Klienten (und Berater) die Beziehungsaufnahme erleichtern
  • (Er-)Klärung der eigenen Person,Rolle und Funktion
    Wer bin ich? Schweigepflicht, Freiwilligkeit von Beratung, Unabhängigkeit gegenüber Funktionsträgern in Schule
  • Anliegenklärung
    Wer schickt den Klienten? Kommt er aus eigenem Antrieb? Was ist das Anliegen des Klienten? Gibt es schon Ansätze von eigener Veränderungsmotivation?
  • Gemeinsame Problemanalyse
    Sichtweise des Klienten, Sichtweise weiterer Beteiligter, auslösende Situationen, verschiedene Verhaltensebenen: Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, Handeln – Nichthandeln, nachfolgende Konsequenzen, unter welchen Bedingungen tritt das Problem nicht auf? Beziehungsstrukturen,
  • Gemeinsame Zielanalyse
    Erarbeitung und Festlegung von Zielen, Annäherungsziele vs Vermeidungsziele, Konkretisierung, Machbarkeit durch den Klienten,
  • Erarbeitung und Festlegung von Methoden zur Zielerreichung
    Wie kann das Ziel erreicht werden? Was kann der Klient selber unternehmen? Wann war der Klient schon erfolgreich? An welcher Stelle benötigt er Hilfe durch andere Personen (Förderung, Training, Strukturierung)
  • Entscheidung für eine Handlungsalternative
    Was will der Klient bis zum nächsten Mal konkret tun? Wie hoch ist für ihn die Wahrscheinlichkeit, dass es ihm gelingt?
  • Vereinbarung über die weitere Gesprächsstruktur
    Häufigkeit, evtl. Einbeziehung anderer Personen, Verbindlichkeit
  • Verabschiedung
    Klärung evtl. Unklarheiten, Ermutigung für den nächsten Schritt