Kooperatives Lernen
betreut durch Carmen Druyen
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Die Rolle des Lehrers

     

Seitdem die Forschung mehr über die Funktionsweise des Gehirns weiß, haben sich auch die Vorstellungen über die Aufgaben von Lehrerinnen und Lehrern verändert.

Von Erziehern werden folgende Aktivitäten erwartet:

  • Wissen wird vermittelt, indem es von den Schülerinnen und Schülern konstruiert, entdeckt, transformiert und erweitert wird.
  • Schülerinnen und Schüler müssen ihr eigenes Verständnis zum Umgang mit Problemen aktiv konstruieren.
  • Die Anstrengungen der Lehrerinnen und Lehrer zielen auf die Entwicklung der Kompetenzen und Talente von Schülerinnen und Schülern ab.
  • Erziehung ist ein sozialer Prozess, der nur durch soziale Interaktion entstehen kann.
  • Unterrichten wird als Anwendung von Theorie und Forschungsergebnissen verstanden und erfordert damit Lehrer, die ihr Repertoire an Fähigkeiten ständig erweitern.


 

Die Rolle des Lehrers beim Kooperativen Lernen

Entscheidungen treffen Festsetzen von fachlichen und sozialen Zielen:

Wenn du nicht weißt, zu welchem Hafen du segelst, ist kein Wind günstig.

Seneca

Um effektiv zu unterrichten, definieren Lehrerinnen und Lehrer , welche Ziele die Schülerinnen und Schüler in ihren Gruppen erreichen sollen.

Entscheidungen über die Gruppengröße:

Da Schülerinnen und Schülern häufig die Fähigkeit zur Zusammenarbeit fehlt, sollte mit Partnerarbeit begonnen werden. Später können dann Vierergruppen gebildet werden.

Gruppenbildung:

Heterogene Gruppen sind am stärksten. Gruppen sollten im Blick auf Geschlecht, Fähigkeiten, kulturellem Hintergrund zufällig oder nach Maßgabe des Lehrers zusammengesetzt werden.

Herrichten des Raums:

Je enger die Schüler in den Gruppen zusammensitzen, desto besser können sie kommunizieren.

Einsatz von Material:

Das Material kann die Schüler lehren zusammen zu arbeiten. So kann eine Gruppe nur ein Material bekommen oder jedes Mitglied erhält einen Teil des Materials, so dass es den anderen berichten muss, was es gelesen hat.

Rollenzuweisung:

Schülerinnen und Schüler arbeiten vermutlich besser zusammen, wenn jeder eine Aufgabe hat, die zur Lösung beiträgt. Hier kann man den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Rollen zuweisen.

Unterrichtsorganisation Erklären der fachlichen Aufgabe:

Ziele, Material und Aufgaben und Vorgehensweise sollten den Schülerinnen und Schülern genau erklärt werden, so dass sie wissen, was von ihnen erwartet wird.

Herstellen von positiver Abhängigkeit:

Die Schülerinnen und Schüler müssen das Gefühl haben, dass sie einander brauchen, um das Gruppenergebnis erstellen zu können.

Herstellen individueller Verantwortlichkeit:

Jeder Schüler muss sich für das Gruppenergebnis und die anderen Gruppenmitglieder verantwortlich fühlen.

Die Erfolgskriterien bekannt machen:

Schülerinnen und Schüler arbeiten besser kriterienorientiert als normorientiert.

Spezifizierung des erwarteten Verhaltens:

Je genauer die Schülerinnen und Schüler wissen, was sie tun sollen, desto besser werden sie arbeiten. Das gilt auch für soziale Verhaltensweisen.

Das Unterrichten in kooperativen Fertigkeiten:

Schülerinnen und Schüler sollten im Rahmen von Gruppenarbeit allmählich alle sozialen Fertigkeiten kennen lernen und einüben können, z.B. zuhören, ermutigen, unterstützen, loben, um Hilfe bitten usw.

Beobachten und Eingreifen Das Verhalten der Schülerinnen und Schüler beobachten:

Während die Schülerinnen und Schüler arbeiten beobachtet dieLehrkraft die Gruppen. So kann schnell ermittelt werden, welche Gruppen gut zusammen arbeiten und welche noch Hilfe brauchen.

Hilfe in Bezug auf die Aufgaben geben:

Wenn Schülerinnen und Schüler die Aufgabe nicht verstehen, kann die Lehrkraft eingreifen.

Evaluieren und Bewerten Das Funktionieren der Gruppe bewerten lassen:

Schülerinnen und Schüler brauchen Zeit und Verfahren zur Analyse ihrer Zusammenarbeit, um sich zu verbessern. Die Beurteilung kann durch einzelne, kleine Gruppen oder die ganze Klasse erfolgen.