Kooperatives Lernen
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Kooperatives Lernen und Aktivierende Didaktik

       
Quelle:

Entwicklung von Sozial- und Selbstkompetenz durch kooperatives Lernen - Implementation der Thüringer Lehrpläne

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Die aktivierende Didaktik geht von folgenden Setzungen aus:

Lernen erfolgt

  • durch aktive Auseinandersetzung
  • individuell
  • über unterschiedliche Lernwege
  • durch Sinnfindung als Voraussetzung für den Erwerb intelligenten Wissens

Intelligentes Wissen ist

  • lebenspraktisch
  • wohlorganisiert
  • disziplinär
  • interdisziplinär


Die aktivierende Didaktik weist dem Lehrer folgende Aufgaben zu:

  • Planung und Gestaltung von Lernprozessen
  • Schaffung von optimalen Bedingungen
  • Einbeziehen der Möglichkeiten aller Schülerinnen und Schüler gemäß ihrer Fähigkeiten

Die aktivierende Didaktik nutzt Kenntnisse aus der Gehirnforschung:

  • Das Gehirn ist ein komplexes adaptives System.
  • Das Gehirn stellt Sinnzusammenhänge in der Welt nach dem Prinzip der Selbstorganisation her.
  • Erfahrungen werden in mentale Modelle / Strukturen umgewandelt.
  • Neue Erfahrungen werden in die Strukturen eingearbeitet.
  • Mentale Modelle der Weltwahrnehmung verändern sich durch kommunikative Reflexion.
  • Ausreichende Stimulation und das Gefühl der Sicherheit ermöglichen die Zunahme der Verschaltungen in der Großhirnrinde.


Die aktivierende Didaktik schließt hieraus für die Gestaltung von Lernsituationen:

  • Einbindung des Lernenden in anspruchsvolle kognitive und affektive Erfahrungen
  • Ermöglichen kognitiver Verarbeitung dieser Erfahrungen durch aktives Denken und Sprechen
  • Schaffen einer stimulierenden und sicheren Lernumgebung
  • Experimentieren mit physischen Objekten
  • Ermöglichen rekursiven Lernens und Lehrens
  • Fördern der kreativen Entwicklung neuer Ideen
  • Ermöglichen des aktiven Erforschens der Lebenswelt.

Professionell angeleitete kooperative Lernformen wie das Kooperative Lernen ermöglichen eine Aktivierung der Denkprozesse aller Lernenden.

Kooperatives Lernen schafft soziale Interdependenz in Bezug auf:

  • Mittel
  • Ziele

Kooperatives Lernen führt zu Vertrauen.

Vertrauen eröffnet die Bereitschaft und Kreativität zu sozialem Handeln.

Kooperatives Lernen führt zu einem gleichmäßigen Erreichen von:

  • Leistungsorientierung
  • sozialer Kooperation
  • psychischem Wohlbefinden

Mehr dazu auf der Website von David und Roger Johnson:

Cooperative Learning and Social Interdependency Theory

Die wesentlichen Elemente kooperativen Lernens sind:

positive Abhängigkeit
    • gemeinsame Aufgaben
    • gemeinsame Ziele
    • Rollenabhängigkeit
    • Ressourcenabhängigkeit
    • gemeinsame Identität

Verbindlichkeit in der Übernahme von Verantwortung
    • Gruppenverbindlichkeit
    • individuelle Verbindlichkeit

direkte fördernde Interaktion
    • Zeiten für Zusammenarbeit
    • Betonung der poitiven Abhängigkeit
    • Förderung der Interaktion zwischen den Gruppenmitgliedern

Herausbilden sozialer Fähigkeiten
    • aktives Zuhören
    • sich bedanken
    • bei der Gruppe bleiben
    • Material teilen
    • Ablenkungen widerstehen
    • gezielt um Hilfe bitten
    • Anweisungen befolgen
    • Komplimente machen
    • Menschen beim Namen nennen
    • einander ermutigen
    • Lautstärke anpassen

Evaluation
    • Reflexion der Gruppenarbeit in Bezug auf
    • Produkt
    • Prozess
    • Ziele
    • Reflexion der individuellen Leistung
    • Feedback von außen
    • Würdigung der Fortschritte